Römer litten unter Klimawandel

Klimaalarm im Focus am 10. Oktober 2015:

Alarmierende Prognosen für Meere: US-Umweltbehörde NOAA warnt vor verheerender weltweiter Korallenbleiche
Der Klimawandel hat verheerende Folgen für die Meere. Das besagen Berichte der US-Umweltbehörde NOAA: Forscher warnten, dass Korallenriffe von mehr als 12 000 Quadratkilometer von Korallenbleiche betroffen sein könnten: Sie bleichen aus und sterben ab.

Eine Kleinigkeit hat der Focus dabei vergessen: Korallenbleichen sind ein ganz natürliches Phänomen, bei dem sich die Korallen wieder erholen. Zudem sind die Burschen viel strapazierfähiger als lange angenommen (siehe unseren Blogartikel „Unerwartete Wendung: Korallen sind viel Wärmestress-resistenter als vormals befürchtet„).

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Erfrieren durch Klimaerwärmung. Im Oktober 2015 gab es einen neuen Versuch, dieses phantasievolle Modell in den Köpfen der Leute zu verankern. Der Golfstrom soll wieder mal abbrechen, was Westeuropa Schnee und Kälte bringt. Schuld hat der Mensch mit seinem CO2, das die Erdatmosphäre aufheizt. Absolut kurios. Nachzulesen in der Daily Mail vom 9. Oktober 2015 oder in der Washington Post. Verantwortlich ist die University of Southampton, die am selben Tag eine Pressemitteilung zum Thema herausgab:

Could ‘The Day After Tomorrow’ happen?

A researcher from the University of Southampton has produced a scientific study of the climate scenario featured in the disaster movie ‘The Day After Tomorrow’. In the 2004 film, climate warming caused an abrupt collapse of the Atlantic meridional overturning circulation (AMOC), leading to catastrophic events such as tornados destroying Los Angeles, New York being flooded and the northern hemisphere freezing. Although the scientific credibility of the film drew criticism from climate scientists, the scenario of an abrupt collapse of the AMOC, as a consequence of anthropogenic greenhouse warming, was never assessed with a state-of-the-art climate model.

Using the German climate model ECHAM at the Max-Planck Institute in Hamburg, Professor Sybren Drijfhout from Ocean and Earth Science at the University of Southampton found that, for a period of 20 years, the earth will cool instead of warm if global warming and a collapse of the AMOC occur simultaneously. Thereafter, global warming continues as if the AMOC never collapsed, but with a globally averaged temperature offset of about 0.8°C. Professor Drijfhout said: “The planet earth recovers from the AMOC collapse in about 40 years when global warming continues at present-day rates, but near the eastern boundary of the North Atlantic (including the British Isles) it takes more than a century before temperature is back to normal.”

Interestingly, the effect of atmospheric cooling due to an AMOC collapse is associated with heat flow from the atmosphere into the ocean, which has been witnessed during the climate hiatus of the last 15 years. Professor Drijfhout added: “When a similar cooling or reduced heating is caused by volcanic eruptions or decreasing greenhouse emissions the heat flow is reversed, from the ocean into the atmosphere. A similar reversal of energy flow is also visible at the top of the atmosphere. These very different fingerprints in energy flow between atmospheric radiative forcing and internal ocean circulation processes make it possible to attribute the cause of a climate hiatus period.”

However, the study, which appears in Nature Scientific Reports, says that the recent period of very weak warming cannot be attributed to one single cause. Most probably El Niño plays a role and possibly also changes in the Southern Ocean due to shifting and increasing westerlies. Professor Sybren said: “It can be excluded, however, that this hiatus period was solely caused by changes in atmospheric forcing, either due to volcanic eruptions, more aerosols emissions in Asia, or reduced greenhouse gas emissions. Changes in ocean circulation must have played an important role. Natural variations have counteracted the greenhouse effect for a decade or so, but I expect this period is over now.”

 

Lesen Sie hierzu:

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Das Mühlacker Tagblatt sorgte am 15. September 2015 mit einem Artikel für Aufregung:

Römer litten unter Klimawandel

Weiterlesen im Mühlacker Tagblatt (für Abonnenten)

Setzte die Industrialisierung vielleicht doch schon früher ein als gedacht? Oder gab es auch im 20. Jahrhundert noch Römer? Fragen über Fragen. Benatworten könnte diese der dort ansässige Historisch-Archäologische Verein…

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Regierungen, die nichts gegen den Klimawandel tun, sind ein Fall für die Justiz, sagt der Rechtsphilosoph Thomas Pogge von der US-University Yale in einem Deutschlandfunk-Interview vom 15. September 2015.

 

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National Geographic  weiss, wie man die Welt vor dem Klimawandel rettet

Von Dr. D. E. Koelle

Der Chefredakteur des National Geographic Deutschland schreibt in seinem Editorial zum National Geographic-Sonderheft „Klimawandel“ vom Nov. 2015 (natürlich passend zum Pariser Klimagipfel),  dass es  unwiderlegbar einen Klimawandel gibt.  Richtig.  Allerdings nicht erst seit 1880, wie er meint, sondern schon immer seit Bestehen unseres Planeten – lange bevor es Menschen gab. Aber jetzt ist natürlich „der Mensch“ Schuld, wenn sich etwas am Klima ändert. Die verschiedenen natürlichen Klimafaktoren haben alle pflichtschuldig ihre Tätigkeit eingestellt, als der „Weltklimarat“ gegründet wurde.

Der Chefredakteur hat erkannt:

— das Eis an den Polen schmilzt (nein, es wächst: am Südpol schon seit 35 Jahren und am Nordpol wieder seit 3 Jahren – keine Nordwestpassage mehr möglich)

— der Meeresspiegel steigt (und die Kiribati-Inseln ertrinken – ein längst widerlegtes Märchen)

— die Extremwetter häufen sich (offizielle Statistiken zeigen etwas anderes).

Dies charakterisiert das Niveau des Heftes. Kein Wort dagegen über den wichtigen CO2-Sensitivitätsfaktor oder die natürlichen Klimazyklen. Eine versäumte Gelegenheit für eine seriöse Behandlung des Themas. Und noch etwas sucht man vergebens in dem Sonderheft: die tatsächliche Entwicklung  der Globaltemperatur in den letzten 16 Jahren – aber das würde ja offenbaren, dass der Klimawandel zur Zeit Pause macht – und das trotz maximaler CO2-Emissionen. Und so etwas darf dem Leser auf keinen Fall auffallen.

Aber beim National Geographic weiß man zumindest,  wie man den derzeit nicht existierenden Klimawandel bremsen kann.  Bremsen, d.h. er kommt dann etwas  später ? Und das geht ganz einfach, wir alle müssen nur

— unseren Energieverbrauch auf 30 % reduzieren (die Amerikaner sogar auf 17 %)

— in Mikrowohnungen leben,

— das Auto zwei Tage pro Woche stehen lassen,

— die Wäsche nur noch bei 30° C waschen,

— kein Fleisch mehr essen, dafür mehr Insekten

— Wasser sparen (weniger duschen, weniger waschen)

Früher war das Wetter ja ganz anders, es gab keine Stürme, keine Überschwemmungen, keine Dürren, keine Hitze, keine Kälte, nein, alles war wunderbar. Hätten die Menschen nicht so gesündigt, müssten sie jetzt nicht Buße tun. Nur gut, dass National Geographic das rechtzeitig erkannt hat, sonst hätten wir das eventuell verpasst.