„Die kalte Sonne“ im Juni 2012 bei getabstract in den Top Ten der Businessbücher – Medienecho vom 19.7.2012

Ende Juni 2012 war Fritz Vahrenholt als Vortragender im Managementclub Salzburg zu Gast und präsentierte den Zuhörern die Hauptthesen unseres Buches „Die kalte Sonne“. Das Salzburger Fenster berichtete über die Veranstaltung:

Hastig, zu wenig durchdacht, von der Angst geprägt, „wenn wir nicht sofort etwas tun, kommt es zur großen Klimakatastrophe“ – unter diesen Aspekten werde Klimapolitik betrieben, mit teilweise unsinnigen Vorgaben. Etwa auf Teufel komm raus Sonnenstrom zu erzeugen, auch im Norden mit wenig Sonnenstunden und bei hohen Gestehungskosten der Photovoltaik. Eine Aussage von Fritz Vahrenholt, der vergangene Woche beim Management Club Salzburg zu Gast war. „Das ist teurer Ökostrom, den auch die sozial Schwachen zu bezahlen haben“, gab Vahrenholt zu bedenken. Das Forcieren des Sonnenstroms, aber auch der Windenergie erfordere zudem den massiven Ausbau von Hochspannungsnetzen. Der Bau von Hochspannungsleitungen stößt bei den Betroffenen jedoch zunehmend auf Widerstand – wie sich auch in Salzburg bei der 380-kV-Leitung zeigt. Bürgerinitiativen gehen auf die Barrikaden – sie fordern ein Erdkabel statt bis zu über 30 Meter hohen Masten und eine Freileitung mit 24 Seilen, die die Landschaft verschandeln. […] „Aber“, so fragt er, „ist es wirklich notwendig, die Energiewende bereits in den nächsten 10 bis 20 Jahren zu schaffen?“ Seine Antwort: „Nein.“ Denn, so die These des RWE-Managers, die Erderwärmung sei so schlimm nicht, wie bislang vom Weltklimarat behauptet wird. Was zu wenig beachtet worden sei, „ist der Einfluss, den die Sonne auf das Weltklima ausübt“. Und der sei erheblich: nach einer Phase von starken Sonnenaktivitäten habe nun wieder eine Phase der „Kalten Sonne“ eingesetzt, eine Abkühl-Phase sozusagen. Seit dem Jahr 2000 gebe es keinen weiteren Temperaturanstieg mehr – trotz weiter steigenden CO2-Emissionen.

Auch das Wirtschaftsblatt war vor Ort und schrieb zum Vortrag:

Die einen nennen Fritz Vahrenholt „Klimawandelleugner“-andere verehren ihn als „Aufdecker der Klimalüge“. Provokation war also garantiert beim Vortrag des „Öko-Sarrazin“ („Die Zeit“) im Managementclub (MC) Salzburg. „Es ist wie bei einer Krankendiagnose: Man sollte eine zweite Meinung hören“, meinte MC-Präsident und Autohaus-Manager Anton Bucek vorab. […] Vahrenholt, der die grüne RWE-Tochter Innogy leitet, Hamburger Umweltsenator sowie Ökoberater der Regierungen Schröder und Merkel war, zieht über die Energiewende her. Der Umstieg auf Erneuerbare in zehn Jahren sei völlig übereilt. „Mit der Angst vor CO2 wird eine falsche und teure Energiepolitik gemacht, die ganze Industriezweige bei uns hopsgehen lässt“, warnt er. Vielmehr klimabestimmend sei „Die kalte Sonne“, so der Titel seines druckfrischen Buches. Sonnenpassivität würde die Atmosphäre seit 2007 eher abkühlen. Die heißen Thesen angehört haben sich u.a. Salzburg AG-Boss Leo Schitter, Puma-Chef Hannes Mur und MC-Leiterin Brigitte Perl.

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Das Interesse an einer ausgewogenen Betrachtung des Klimathemas bleibt ungebrochen: Unser Buch „Die kalte Sonne“ rangierte im Juni 2012 laut getabstract mehrfach in den Top Ten der Businessbücher:

Platz 1 am 8.6.2012 (Ranking im Wirtschaftsblatt)
Platz 2 am 22.6.2012 (Ranking im Wirtschaftsblatt)
Platz 3 am 25.6.2012 (Ranking im Tagesanzeiger)

Der Dienst „getabstract“ befasst sich mit Business-Büchern – im weitesten Sinne. Auf der Webseite von „getabstract“ werden  kurze Zusammenfassungen zu den vorgestellten Büchern angeboten. Aus den Clicks bzw. dem Interesse am Buch erstellt der Dienst dann Hitlisten, die auch in Wirtschaftsmagazinen abgedruckt werden.

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Mitte Juni 2012 hatte Fritz Vahrenholt bereits beim Verbändetreffen in Warnemünde und auf der UNITI-Tagung in Dresden vorgetragen. Die Zeitschrift Brennstoffspiegel & Mineralölrundschau berichtet über die Präsentationen:

Fritz Vahrenholt war Umweltsenator in Hamburg. Einer, der jetzt die Erneuerbaren voranbringt. Einer, der eigentlich in den „Energiewendejetzt“ Chor einstimmen müsste. Doch weit gefehlt: „Wir haben Zeit, und sollten sie uns auch nehmen“, sagt er beim Verbändetreffen in Warnemünde und auf der UNITI-Tagung in Dresden. Mit seinem Buch „Die kalte Sonne“ beschreibt Vahrenholt die Klimakatastrophe als modernes Märchen. „Es ist offenbar gelungen, einem Molekül etwas anzudichten.“ Fritz Vahrenholt meint Kohlendioxid. Jenen Stoff, den der wissenschaftliche Mainstream als Ursache für die Klimaveränderung verantwortlich macht. 15 Jahre lang habe er diese These mitgetragen. „Nun bin ich vom Saulus zum Paulus geworden“, sagt Vahrenholt. Ausgerechnet sein Job für die Erneuerbaren habe ihm die Erkenntnis gebracht. Mehrere windschwache Jahre zwangen den RWE-Innogy-Chef zum Blick auf Statistiken – und zwar solche langfristiger Natur. „Wir sehen ganz klar eine zyklische Entwicklung bei Wind und Sonne“, resümiert Vahrenholt. Den exakten Blick in Diagramme und historische Entwicklungen hat der Umweltexperte zu seinem Buch „Die kalte Sonne“ veranschaulicht. Dessen zentrale Botschaft: Die Sonnenaktivität bestimmt das Klima wesentlich – und stellt die CO2-Debatte in den Schatten.

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Bei dieser Gelegenheit möchten wir auf den ausgezeichnet geführten Pressespiegel der Webseite KalteSonneCheck zu unserem Buch hinweisen. Dort ist eine sehr ausführliche und aktuelle Übersicht zu Presseartikeln zu finden, diein die drei Gruppen „Neutral“, „Contra“ und „Pro“ unterteilt sind.

Unter anderem ist dort eine Rezension unseres Buches durch Stefan Brönnimann aufgeführt, die im Juli 2012 online in der Zeitschrift „Physik in unserer Zeit“ erschienen ist. Leider ist der Zugang zum Text kostenpflichtig, so dass wir nicht wissen, welche Teile des Buches dem Rezensenten besonders gut gefallen haben könnten. Vielleicht Kapitel 4, die Temperaturgeschichte, oder gar Kapitel 6, die Klimaverstärker? Da die Rezension im Pressespiegel in der Rubrik „Contra“ gelistet ist, können wir die uns entgangene Lektüre jedoch ganz gut verkraften.

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Am 30.6.2012 fand in Dresden eine Alternative Klimakonferenz der FDP-Landtagsfraktion und der Fraktion der Europäischen Liberalen statt (siehe unser Blogbeitrag vom 9.7.2012). Titel der Veranstaltung war: „Sind wir noch zu retten? – Zwischen Klimakatastrophe und Ökohysterie“. Das hat den Grünen in Sachsen natürlich überhaupt nicht gefallen, so dass sie kurzerhand eine eigene Aktion planten, die drei Tage vor der FDP-Konferenz im „Bürgerbüro GRÜNE Ecke“ in Dresden stattfand. Ziel der Veranstaltung war „Buchbesprechung und Diskussion: Klimawandel – alles Schwindel? – Die Thesen der Klimaleugner“. Als Akteure wurden Wilfried Küchler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und der Landtagsabgeordnete von B90/GRÜNE Johannes Lichdi angekündigt. Unter anderem heisst es in der Einladung zur Aktion:

„Fest steht, Klimawandel und Klimaschutz berühren die Grundlagen unserer moderne Gesellschaft. Weil es im Kern um Fragen von Gerechtigkeit und Verteilung geht, steht die Klimaforschung mit ihren Grundannahmen unter kritischem Dauerbeschuss.“

Mit „Gerechtigkeit und Verteilung“ ist hier möglicherweise der fragwürdige 100 Milliarden Dollar pro Jahr schwere Green Climate Fund gemeint (siehe unser Blogartikel „100 Milliarden Dollar pro Jahr vom Green Climate Fund zu verteilen: Wie verträgt sich Immunität mit Transparenz?„).

Leider waren wir als Autoren des Buches zur Veranstaltung nicht eingeladen worden. Eine youtube-Videoaufzeichnung der Podiumsdiskussion konnten wir bislang ebenfalls nicht ausfindig machen. Daher müssen wir uns hier auf die Pressemitteilung der sächsischen Grünen vom 2.7.2012 stützen:

Rund 40 Gäste wollten sich in der Grünen Ecke, am Bischofsplatz 6 in Dresden, über das Buch „Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“ des RWE-Managers Fritz Vahrenholt (Chemiker) und Sebastian Lüning (Geologe) informieren und mitdiskutieren. […] Die Buchautoren stützen sich dabei vor allem auf die drei folgenden Thesen:

  • Seit 1998 erwärmt sich die Erde nicht mehr. Der Klimawandel hat gestoppt.
  • Kosmische Strahlung verursacht den Klimawandel.
  • Wegen sinkender Sonnenaktivität wird der Klimawandel pausieren.


Winfried Küchler nahm sich in seiner Diskussionsreihe diese Hauptthesen vor und deckte die dahinterliegenden Interessen der sogenannten Klimaskeptiker auf.

Leider geht die Pressemitteilung dann aber nicht darauf ein, ob Küchler an unseren Hauptthesen irgendetwas zu beanstanden hatte. Möglicherweise nicht, denn sonst hätte man das doch sicher dankbar in der medialen Besprechung der Veranstaltung aufgegriffen. Oder vielleicht doch? In dem Fall wäre es interessant zu erfahren, ob in Dresden die gleichen haarsträubenden Argumentationsfehler gemacht wurden, wie bereits in der Buchbesprechung, die im Februar 2012 auf der Webseite der Bundestagsfraktion B90/GRÜNE erschienen war (siehe unser Blogartikel „Die Grünen sind gegen die Sonne„).

Der Ausdruck „deckte die dahinterliegenden Interessen … auf“ scheint jedoch bereits anzudeuten, dass es auf der Veranstaltung wohl weniger um die Wissenschaft ging, sondern vielmehr um die Pflege von Verschwörungstheorien.

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Der Rest der Welt hat bemerkt, dass auch in Deutschland mittlerweile kritischer mit den Themen Klimawandel und erneuerbaren Energien umgegangen wird. Ende Juni 2012 erschien auf science 2.0 ein Bericht über Fritz Vahrenholt und seine Forderung, den Übergang zu den erneuerbaren Energien nicht übers Knie zu brechen.

 

Mit Dank an Dr. D. Ufer für Recherchehilfen.
Foto oben rechts: Thomas Pintaric (= Pintaric) / Lizenz:  GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version